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Mario Draghi: „Dicke Bertha“ mit Strafaktion

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Mario Draghi: „Dicke Bertha“ mit Strafaktion

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Ein kleiner Schritt für die Kreditgeber, ein riesiger Schritt für die Finanzwirtschaft. Die Europäische Zentralbank war die allererste, die negative Zinssätze für täglich fällige Einlagen verhängte, vor allem um Banken zu entmutigen, Geld in ihren Tresoren zu parken. Die Idee ist, dass sie das – in Verbindung mit einer neuen Welle von Refinanzierungsoperationen – dazu bringt, das Geld endlich in der Realwirtschaft zu schleusen.

Der Konsens über solche Schritte wird in der Zukunft ein bisschen härter – die Zentralbankchefs begrüßen einen Neuen in ihrer Mitte. Litauen bekam grünes Licht von der Europäischen Kommission, den Euro im Jahr 2015 einzuführen.

Einige EU-Staaten gelten noch nicht als bereit für den Euro, Ungarn zum Beispiel, wo die Medienbranche in Aufruhr ist. Nach einem Gesetzentwurf sollen Werbeeinnahmen besteuert werden. Kritiker sagen, es ist ein Versuch, Abweichler mundtot zu machen.

Unsere letzte Geschichte begann in der Geschäftswelt, aber sie hat diplomatische Sphären erreicht. Paris droht mit Vergeltung, wenn Washington der größten französischen Bank eine hohe Geldstrafe aufbrummt.

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