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Ungarns Medien protestieren gegen geplante Sondersteuer

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Ungarns Medien protestieren gegen geplante Sondersteuer

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In Ungarn haben mehr als 60 Medienunternehmen aus Protest gegen eine geplante Sondersteuer auf Werbeeinnahmen vorübergehend den Betrieb eingestellt. 15 Minuten lang blieben die Bildschirme schwarz. Auch einige Online-Nachrichtenportale beteiligten sich an der Aktion.

Die ungarische Regierung hatte bereits vor vier Jahren mit einem umstrittenen Pressegesetz internationale Proteste ausgelöst. Nach seiner Wiederwahl im April will Ministerpräsident Viktor Orban nun Werbeeinnahmen mit bis zu 40 Prozent besteuern.

Selbst regierungsnahe Zeitungen kritisierten die Initiative als Angriff auf die Pressefreiheit. In einem weiteren Protest gegen das geplante Gesetz erscheinen am Freitag viele Tageszeitungen mit einer leeren Titelseite.