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U-Bahn-Streik lähmt Sao Paulo kurz vor WM-Eröffnung

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U-Bahn-Streik lähmt Sao Paulo kurz vor WM-Eröffnung

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Wegen des anhaltenden Streiks der U-Bahnfahrer im brasilianischen Sao Paulo ist es in der Eröffnungsstadt der Fußball-Weltmeisterschaft erneut zu einem Verkehrschaos gekommen.

Rund ein Drittel der Haltestellen wurden nicht bedient.

An einer U-Bahnstation setzte die Polizei nach Medienberichten Rauchbomben und Gummigeschosse gegen Streikende ein.

Fahrgäste sollen vergeblich versucht haben, gewaltsam in die Station einzudringen. Verletzt wurde offenbar niemand.

Die Streikenden fordern Gehaltsverbesserungen von etwa 10 Prozent.

Am ersten Streiktag hatte die U-Bahn in Sao Paulo 1,8 Millionen Passagiere befördert und damit nur 40 Prozent der durchschnittlichen Fahrgäste:

“Niemand kommt rechtzeitig zur Arbeit. Die U-Bahn fährt nicht und die Busse sind überfüllt. Es ist ein einziges Chaos und keiner schafft es an seinen Arbeitsplatz.”

Die Behörden meldeten im Berufsverkehr auf den Straßen Staus von einer Gesamtlänge von über 250 Kilometern.

In Sao Paulo wird am kommenden Donnerstag die Fußball-WM mit dem Spiel von Gastgeber Brasilien gegen Kroatien eröffnet.