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Vereidigung von Poroschenko: Ukrainer zwischen Hoffnung und Skepsis

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Vereidigung von Poroschenko: Ukrainer zwischen Hoffnung und Skepsis

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Mit der Vereidigung des neuen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko wächst im Osten der Ukraine vorsichtig die Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Konflikts. Allerdings will die Regierung in Kiew im Rahmen der sogenannten “Anti-Terror-Operation” gegen die Separatisten nach eigenen Angaben vorerst unnachgiebig bleiben.

Die Bevölkerung in der ostukrainischen Stadt Luhansk ist skeptisch bis hoffnungsvoll.

“Hoffentlich wird Poroschenko Erfolg haben. Er hat versprochen, dass die Beruhigung der Lage in Donezk und Luhansk Priorität hat. Es wird sicher nicht leicht für ihn. Wir hoffen auf richtige Entscheidungen von ihm.”

“Präsident Poroschenko hat die Möglichkeit, alles zu stoppen. Er sollte Gespräche mit den Menschen im Osten der Ukraine führen und ein offenes Ohr für die Bedürfnisse haben. Ich glaube allerdings, dass es zu spät ist. Zu viele Menschen sind in diesem Konflikt bereits gestorben. Ich weiß nicht, wer die Gräben überwinden kann.”

Erst am Montag waren in Luhansk bei einem Angriff auf ein Verwaltungsgebäude mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Im Moment bleibt auch unter dem neuen Präsidenten Poroschenko unklar, unter welchen Bedingungen eine Waffenruhe denkbar ist.