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"Volksrepublik Donezk": "Poroschenko ist nicht unser Präsident"

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"Volksrepublik Donezk": "Poroschenko ist nicht unser Präsident"

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Mit Zurückhaltung hat die selbst ernannte “Volksrepublik Donezk” in der Ostukraine auf die Amtseinführung von Präsident Petro Poroschenko reagiert.

Dieser verzichtet zunächst auf die Verhängung des Kriegsrechts in der umkämpften Region und will die Rechte der russischsprachigen Minderheit stärken.

Allerdings beschwor der Oligarch auch die Einheit der Ukraine. Das kam weniger gut an bei Denis Pushilin, Vorsitzender der “Volksrepublik Donezk”:

“Einen Dialog wird es nur nach dem Rückzug des Militärs von unserem Gebiet geben. Und nach dem Austausch von Geiseln und Gefangenen auf beiden Seiten. Dann besteht die Möglichkeit eines Dialogs mit Poroschenko. Poroschenko ist definitiv nicht unser Präsident. Wir haben ihn nicht gewählt.”

Die Bevölkerung von Donezk verfolgte die Amtseinführung von Petro Poroschenko nicht sehr erwartungsvoll, sondern mit gemischten Gefühlen oder Skepsis:

“Nach dem ganzen Blutvergießen müssen wir über nichts mehr reden. Sie haben uns so oft angelogen. Niemand traut ihnen mehr.”

“Wir warten ab. Poroschenko hat eine Chance, weil er sich bisher korrekt verhält.”

“Für das Präsidentenamt gab es keine Alternative. Ich glaube, es wird zu Veränderungen kommen, wenn Präsident Putin Poroschenko anerkennt.”

Ein erstes Gespräch zwischen Wladimir Putin und Petro Poroschenko gab es am Freitag in Frankreich. Weitere werden bald folgen müssen, wenn der Friedensplan des neuen Präsident für die Ostukraine aufgehen soll.