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Anschlagsserie: Welle der Gewalt in Bagdad

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Anschlagsserie: Welle der Gewalt in Bagdad

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Bei einer Serie von Attentaten mit Autobomben sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 60
Menschen getötet worden. Das berichtete ein irakischer Fernsehsender.
Dutzende Menschen wurden demnach durch die Explosionen verletzt.

Nach Angaben des Nachrichtenportals Sumeria News explodierten die Sprengsätze unter anderem in zwei überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteilen sowie im Zentrum Bagdads.

Eine Autobombe detonierte auf einer Einkaufsmeile.

“Ein Auto hielt hier an. Der Fahrer parkte ein und ging weg, berichtet dieser Augenzeuge der Explosion. “Zehn Minuten später flog der Wagen in die Luft. Alle Geschäfte waren zu dem Zeitpunkt geschlossen, aber vier Jungen durchsuchten da drüben gerade Mülltonnen nach Getränkedosen. Alle vier wurden getötet, dazu noch ein Kind und ein Mann.”

In der Region um Mossul nördlich von Bagdad dauerten die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen irakischen Sicherheitskräften und Aufständischen an.

Allein am Samstag wurden nach Angaben irakischer Medien mindestens 21 Polizisten und 38 Milizen bei Gefechten getötet. Etliche weitere erlitten Verletzungen.

Um weitere Anschläge in Bagdad zu
verhindern, riegelte das Militär inzwischen die Hauptverkehrsadern ab und richtete zahlreiche Kontrollpunkte in der Hauptstadt ein.