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Basken bilden 123 Kilometer lange Menschenkette für die Unabhängigkeit

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Basken bilden 123 Kilometer lange Menschenkette für die Unabhängigkeit

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Im spanischen Baskenland haben mehr als 100.000 Aktivisten mit einer Menschenkette für das Recht auf ein Referendum über die Unabhängigkeit ihrer Region demonstriert. Vorbild war eine ähnliche Aktion der Katalanen im Jahr 2013.

Unter dem Slogan “Wir sind eine Nation, wir haben das Recht, zu entscheiden” formten die Demonstranten nun eine halbe Stunde lang eine 123 Kilometer lange Kette von Durango nach Pamplona – das zwar in einer benachbarten Provinz liegt, kulturell aber dem Baskenland zugerechnet wird.

“Ich möchte allen Teilnehmern gratulieren”, so eine Sprecherin der verantwortlichen Bürgerinitiative, “vor allem all jenen, die dieses Jahr so hart gearbeitet haben diesen Traum wahr werden zu lassen. Es war ein Traum, der uns dabei helfen wird, ein freies Baskenland zu schaffen.”

Jahrzehntelang hatte die baskische ETA den Kampf um die Unabhängigkeit gewaltsam geführt und gewissermaßen monopolisiert. Seit der Niederlegung der Waffen im Jahr 2011 suchen Befürworter der Eigenständigkeit nun verstärkt politische Wege.

Unabhängigkeitsreferenden, wie in Katalonien bereits geplant, hält die Zentralregierung in Madrid aber für verfassungswidrig.

Erst am 29. Mai verabschiedete das baskische Parlament symbolisch eine Erklärung, in der es das Recht zur Selbstbestimmung beansprucht.