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Juan Carlos letzter Akt: Knapp die Hälfte der Spanier will Monarchie mit Prinz Felipe

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Juan Carlos letzter Akt: Knapp die Hälfte der Spanier will Monarchie mit Prinz Felipe

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In Spanien hat König Juan Carlos zum letzten Mal in seiner Amtszeit die Militärparaden am Tag der Streitkräfte abgenommen. Es dürfte eine seiner letzten Amtshandlungen sein, bevor am 19. Juni sein Sohn, Prinz Felipe, zum neuen König Spaniens gekrönt werden soll.

Die Übergangsphase ist eine Zäsur für die spanische Monarchie. Auch am Wochende demonstrierten erneut tausende vor allem jüngere Menschen für eine Umwandlung Spaniens in eine Republik.

Denn auch persönlich hatte Juan Carlos, der das Land als Günstling Francos nach dem Tod des Diktators in die Demokratie führte, in den vergangenen Jahren an Popularität verloren. Schuld daran sind Skandale wie ein ausufernder Jagdurlaub des Königs 2012 in Afrika, eine Korruptionsaffäre im Königshaus und andere Eskapaden.

Einer von der Zeitung El Pais veröffentlichten Umfrage zufolge befürworten nun 62 Prozent der Spanier ein Referendum über die Monarchie.

Dennoch scheinen viele noch Hoffnung in das Königshaus zu setzen. 49 Prozent der Befragten würden bei einem Referendum die Monarchie mit dem als pflichtbewusst geltenden Sohn Felipe wählen. Nur 32 Prozent wären demnach für eine spanische Republik.