Eilmeldung

Eilmeldung

Zentralfrikanische Republik: Kaum Echo auf "Tag der Entwaffnung"

Sie lesen gerade:

Zentralfrikanische Republik: Kaum Echo auf "Tag der Entwaffnung"

Schriftgrösse Aa Aa

Es war der zaghafter Versuch, dem ethnischen Konflikt etwas von seiner Sprengkraft zu nehmen. In der Zentralafrikanischen Republik waren die Menschen am Sonntag aufgerufen, freiwillig ihre Waffen abzugeben.

Ministerpräsident Andre Nzapayeke hatte den 8. Juni zum Tag der Entwaffnung erklärt, nachdem die Gewalt in der Hauptstadt Bangui wieder mehrfach eskaliert war.

“Wir müssen die, die freiwillig hierher kommen um ihre Granaten und Munition abzugeben, weiter ermutigen. Wir müssen diejenigen, die sich wirklich am Friedensprozess beteiligen, sowie den Rest der Bevölkerung, ermutigen, weiter auf diesem Pfad zu bleiben”, so Nzapayeke am Sonntag.

Abgegeben wurden vor allem alte Granaten und Munition, die die Milizionäre liegen gelassen hatten. Kämpfer und Gewehre wurden laut Korrespondenten und Beoabachtern bei den Sammelstellen praktisch keine gesichtet.

“Die Leute sind nicht wirklich motiviert, die Waffen abzugeben, die man hier in Bangui hört”, so ein Zivilist. “Außer alten Granaten und Munition kommt da nichts. Da fragt man sich natürlich, ob diese Aktion wirklich zu einer Entwaffnung führen wird.

Ziel der Aktion war auch, die christlichen und islamischen Viertel und ihre MIlizen gleichzeitig zur Abgabe der Waffen zu bewegen. Dazu wird auf allen Seiten offenbar noch einiges mehr an gutem Willen nötig sein.