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Japan: Verbrauchssteuer heizt Wachstum an -Strohfeuer befürchtet

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Japan: Verbrauchssteuer heizt Wachstum an -Strohfeuer befürchtet

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Japans Wirtschaft ist im ersten Quartal noch stärker gewachsen als bisher angenommen. Die Regierung korrigierte vorläufige Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach oben, auf eine Jahresrate von real 6,7 Prozent.

Zunächst hatten Statistiker 5,9 Prozent Plus berechnet.

Viele Konsumenten hatten ihre Käufe ins erste Quartal vorgezogen – die Verbrauchssteuer stieg am 1. April von 5 auf 8 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die Wirtschaft um 1,6 Prozent statt 1,5 Prozent.

Jetzt ist die Steuer da, also könnte Japans Wirtschaft im laufenden Quartal einen Rückschlag erleiden.

Und noch ein bitterer Beigeschmack:

Wegen der rasanten Talfahrt des Yen schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresmonat der Überschuss in der Leistungsbilanz – hier sind alle Geschäfte einer Volkswirtschaft mit dem Ausland erfasst – um 76,1 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro.

Und warum das alles? Die Bank von Japan hat sich festgelegt: Nach rund zwei Deflations-Jahrzehnten will sie innerhalb von zwei Jahren zwei Prozent Inflationsrate erreichen.

su mit Reuters