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Mehr Exporte, weniger Tricks - mehr Außenüberschuss in China

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Mehr Exporte, weniger Tricks - mehr Außenüberschuss in China

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In China sind die Importe im Mai überraschend gefallen. Weil gleichzeitig mehr exportiert wurde, kam ein höherer Handelsbilanzüberschuss heraus. Während die Exporte im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 7,0 Prozent stiegen – etwas weniger als von Volkswirten mit 7,2 Prozent geschätzt -, gingen die Importe um 1,6 Prozent zurück. Hier hatten Experten ein Plus von 6,0 Prozent zum Vorjahr erwartet. Unter dem Strich ergab sich damit ein Handelsbilanzüberschuss von 26 Milliarden Euro, deutlich mehr als die erwarteten 17 Milliarden. Der Exportanstieg nährt Hoffnungen, dass China das bislang eher schleppende Wachstum in diesem Jahr hinter sich lassen kann. Weniger Importe könnte allerdings bedeuten, die inländische Nachfrage ist nicht wie erwünscht angesprungen.

Dazu kommt womöglich ein juristischer Effekt. Anfang 2013 hatten offenbar viele Exporteure mittels gefälschter Exportdokumente versucht, die strengen Devisenbeschränkungen zu umgehen, um Geld zur Spekulation nach China einzuschleusen. Jetzt drohen harte Strafen.

Nach 7,7 Prozent Wirtschaftswachstum im letzten Quartal 2013 hatte das Plus des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal nur noch 7,4 Prozent betragen. Offiziell strebt China für das laufende Jahr 7,5 Prozent Wachstum an.)

su mit Reuters