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Auch die Brasilianer können "Horch und Guck"

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Auch die Brasilianer können "Horch und Guck"

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Die Sicherheit steht vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft an erster Stelle. Die brasilianischen Behörden fühlen sich gerüstet für den Ansturm von Schlachtenbummlern aus aller Welt.

Mehrere Szenarien wurden durchgespielt, darunter Schlägereien von Krawallmachern, Terroranschläge und Massendemonstrationen. Letztere bereiten den Brasilianern ganz besondere Sorgen.

Im Sicherheitszentrum des Bundesstaates Rio de Janeiro spielen die Beamten “Horch und Guck”. Mit Hilfe von Kameras, Mikrofonen und Anlagen zur Geolokalisierung entgeht ihnen fast nichts.

“In unserem Kontrollzentrum gibt es eine Notfall-Abteilung. Sollte etwas Außergewöhnliches passieren oder etwas außer Kontrolle geraten, werden wir schnell reagieren können, um eine solche Krisensituation zu lösen”, sagt Edval Novaes, ein führender Mitarbeiter des Sicherheitszentrums.

Auf einer 17 Meter breiten Wand aus Bildschirmen können die Aufnahmen von rund 3000 Überwachungskameras in Echtzeit abgerufen werden.

In den zwölf Austragungsorten werden während der Weltmeisterschaft mehr als 150.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz sein. Darüber hinaus wird eng mit Verbindungsbeamten aus den Teilnehmerländern zusammengearbeitet.

Das Risiko eines terroristischen Anschlages während der WM wird in Brasilien als niedrig eingestuft. Doch man sei auf alle Eventualitäten vorbereitet, lässt die Regierung verlauten. Sondereinsatzgruppen für den Fall von Anschlägen mit chemischen und radioaktiven Kampfstoffen stehen bereit.

In der U-Bahn von Rio wurden Katastrophenübungen durchgeführt. Und auch im Maracana-Stadion, in dem unter anderem das Endspiel ausgetragen wird, hat man sich auf den Ernstfall vorbereitet.