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Ausstellung über Banksy ohne Erlaubnis des Künstlers

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Ausstellung über Banksy ohne Erlaubnis des Künstlers

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Wer ist Banksy, fragt sich die Kunstwelt, wann immer der wohl berühmteste aller Streetart-Künstler ein sozialkritisches Sprühdosenwerk auf Häuserwänden verewigt. Seine Identität ist nach wie vor unbekannt. Umso begehrter sind seine Werke. Das haben auch die großen Kunsthäuser Londons erkannt. Sotheby’s zeigt in seiner Londoner S2-Galerie eine nicht genehmigte Retrospektive. Kurator ist Banksys ehemaliger Agent Steve Lazarides. Die beiden gehen schon seit 2009 getrennte Wege.

Steve Lazarides: “Für Banksy wäre das wahrscheinlich das Allerletzte. Es ist eine nicht autorisierte Schau. Er hat nichts damit zu tun, davon abgesehen, dass die Bilder natürlich von ihm stammen. Für ihn ist es vielleicht interessant, sie alle versammelt zu sehen.”

Über 70 Werke sind zu sehen, Wandbilder, Skulpturen, Drucke. Steve Lazarides, der zehn Jahre lang mit Banksy zusammenarbeitete, hat sie zusammengetrommelt. Frühe Werke sind dabei, die damals ein paar hundert Euro kosteten. Banksys Marktwert hat inzwischen schwindelerregende Höhen erreicht.

Steve Lazarides: “Ich bin gespannt, wie die Leute darauf reagieren. Als wir die Werke erstmals verkauften, waren manche nicht mal hundert Pfund wert. Heute erreichen sie die Millionengrenze. Das ist ein ziemlich radikaler Unterschied.”

Die meisten Stücke stehen übrigens zum Verkauf. Auch ein paar noch nie gezeigte Werke sind dabei. Banksy begann als Graffiti-Künstler in den Straßen von Bristol und hat in zahlreichen Städten der Welt seine Spuren hinterlassen.

Warum gerade er so erfolgreich war, erklärt Lazarides folgendermaßen. “Seine Bilder sind auf geniale Weise für jedermann zugänglich. Er ist auch einer wenigen Künstler, in jüngster Vergangenheit, dem es gelingt, politische Themen verständlich darzustellen.”

Die Londoner Ausstellung geht bis zum 25. Juli.

in seiner Londoner S2-Galerie eine nicht genehmigte Retrospektive