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Fatah-Reaktion auf Präsidentenwahl in Israel: "Ich sehe nicht, dass Rivlin irgendetwas zum Frieden beiträgt"

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Fatah-Reaktion auf Präsidentenwahl in Israel: "Ich sehe nicht, dass Rivlin irgendetwas zum Frieden beiträgt"

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Anstoßen auf den Erfolg des Parteikollegen: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Reuven Rivlin haben dessen Wahl zum 10. Präsidenten des Landes gefeiert. Dabei galt das Verhältnis zwischen den Politikern der rechtsorientierten Regierungspartei Likud bisher als angespannt. Netanjahu hatte Rivlin erst sehr spät zugesichert, dass seine Fraktion ihn bei der Wahl im Parlament unterstützt. Am Ende stimmten 63 von 120 Abgeordneten in einer Stichwahl für den 74-Jährigen.

Rivlin gilt als Gegner der Zwei-Staaten-Lösung, er sprach sich dafür aus, gleichberechtigt mit den Palästinensern in einem Land zu leben. Abdallah Abdallah, Mitglied der gemäßigten Palästinensergruppe Fatah sieht den designierten Präsidenten kritisch: “Ich sehe nicht, dass Rivlin irgendetwas zum Frieden beiträgt. Er ist ein Gegner der Zwei-Staaten-Lösung und er hat sich bisher nicht dazu geäußert, wie die israelischen Besatzer die seit 1967 besetzten Gebieten verlassen sollen.”

Netanjahu betonte, eine der wichtigsten Aufgaben Rivils sei es nun, das israelische Volk zu vereinen. Rivlin tritt am 28. Juli die Nachfolge von Schimon Peres an. Der 90 Jährige legt sein Amt nach sieben Jahren nieder.