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Frankreichs Mobilfunkmarkt: Das Pokern geht in die nächste Runde

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Frankreichs Mobilfunkmarkt: Das Pokern geht in die nächste Runde

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Ein bedeutender Schritt in Richtung Konsolidierung des französischen Telekom-Marktes könnte an 3,4 Milliarden Euro scheitern.

Bouygues Telecom, Mobilfunkanbieter Nummer drei in Frankreich, ist zu haben. Neun von zehn Aktien (90,53%) gehören dem französischen Mischkonzern Bouygues, hauptsächlich in der Baubranche aktiv.

Einen potentiellen Käufer gibt es auch – Iliad, Betreiber der Marken Free und Alice und als “Enfant Terrible” großgeworden: Der Anbieter schaffte es in wenigen Jahren mit Kampfpreisen in die Gruppe der Großen Vier.

Der Knackpunkt, nach Insidermeinung vielleicht sogar der Tote Punkt: Bouygues will bis zu acht Milliarden Euro für Bouygues Telecom. Iliad will aber nur maximal fünf Milliarden Euro bezahlen – so das informelle Angebot vor einigen Wochen. Seither herrsche Funkstille. Und die Nummer eins, Orange, soll mit mehr als 6 Milliarden Euro winken.

Bouygues Telecom gilt in der Branche als Restrukturierungskandidat und sollte sich nach strategischen Partnern umschauen, so Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg.

Paris will den messerscharfen Wettbewerb abmildern und strebt drei statt vier große Anbieter an.

su mit AFP