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Irans Präsident besucht Türkei

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Irans Präsident besucht Türkei

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Zum ersten Mal seit achtzehn Jahren ist wieder ein iranischer Präsident zu Besuch in der Türkei. Bei den Gesprächen von Hassan Rohani mit der türkischen Führung um Ministerpräsident Erdogan geht es um den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen sowie regionale Konflikte, vor allem in Syrien und im Irak. Die Nachbarn hatten sich 2012 wegen unterschiedlicher Haltungen zum syrischen Bürgerkrieg zerstritten.
“Iran hat den Willen, die Differenzen zu überwinden”, sagte Erdogan, “ich glaube, dass 2014 und 2015 ganz anders werden, wenn es uns gelingt, den Prozess mit gegenseitiger Unterstützung zu beschleunigen.”
Zuvor hatte sich Ruhani ebenfalls in Ankara mit seinem türkischen Amtskollegen Abdullah Gül getroffen. Dabei ging es auch um das Thema Nuklearwaffen und Atomernergie.
“Wir wollen im Mittleren Osten weder Nuklearwaffen noch irgendwelche anderen Massenvernichtungswaffen,” so Ruhani, “unser Ziel sollte es sein, dass alle Staaten das Recht haben, die Nuklear-Technologie zu friedlichen Zwecken zu nutzen.”
Unterdessen setzen die EU und die USA die Atomgespräche mit dem Iran in Genf fort. Die Verhandlungen waren zuletzt ins Stocken gekommen. Ob wie geplant bis zum 20. Juli ein Abkommen erreicht werden kann, das den Verzicht auf eine militärische Nutzung der Atomkraft durch den Iran regelt, ist unklar.