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Von Zinsen und Treuepunkten: Britischer Lebensmittelriese als Bank

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Von Zinsen und Treuepunkten: Britischer Lebensmittelriese als Bank

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Mit Treuepunkten und hohen Zinssätzen für Geld auf dem Girokonto will die britische Einzelhandelskette Tesco Kunden an sich binden.

Für Einlagen von bis zu 3.000 Pfund Sterling – gut 3.700 Euro – will das Unternehmen Kunden nun 3 Prozent Zinsen zahlen. Kundenkarten sollen in “Treuekarten” umgewandelt werden, mit denen der Verbraucher Punkte sammeln kann.

Erfahrungen im Bankgeschäft hat Tesco: Seit 1997 gibt es die Tesco Bank mit inzwischen 6 Millionen Kunden. Gleichzeitig expandierte der Konzern in neue Gebiete wie das Handygeschäft und versuchte sich als Optiker.

Tesco steht zwar immer noch für rund 29 Prozent der in Großbritannien verkauften Lebensmittel, musste aber im ersten Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen (minus 3,7 Prozent) und sucht nun als sogenannte “Challenger Bank”, als Herausforderer von Marktgrößen wie Lloyds Bank, Royal Bank of Scotland, HSBC, Barclays und Santander UK eine neue Rolle.

Das Einzelhandelsgeschäft in Großbritannien trägt fast 70 Prozent zu Tescos Umsatz von 87,8305Milliarden Euro bei. In den vergangenen Jahren waren viele Kunden des klassischen Lebensmittelgeschäfts wegen der Rezession zu Discountern abgewandert.

“Tesco ist sich bewusst, dass der Ausbau der Bankaktivitäten zunächst ein Zuschussgeschäft sein wird. Einige Jahre lang werde dies das Ergebnis der Gruppe belasten, sagte Tesco-Bank-CEO Benny Higgins. Aber schließlich werde sich die Marke ihren Weg in den Alltag der Verbraucher bahnen. “Dies ist der letzte Ziegelstein in der Mauer”, sagte der Manager.”

su mit Reuters