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Irische Regierung verspricht Aufklärung im Fall der toten Babys

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Irische Regierung verspricht Aufklärung im Fall der toten Babys

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Nach den Enthüllungen über den Tod von 800 Babys in einem katholischen Heim für alleinstehenden Mütter hat die irische Regierung eine gründliche Untersuchung der Einrichtungen angekündigt. Das Kabinett habe beschlossen, eine Kommission mit weitreichenden rechtlichen Befugnissen einzusetzen, sagte der für Kinder und Jugendliche zuständige Minister Charlie Flanagan.
Landesweit sollen nun entsprechende Einrichtungen unter die Lupe genommen werden. Bis in die 1960er-Jahre lebten irische Mütter mit unehelichen Kindern wie Aussätzige in kirchlichen Heimen. Unverheiratet schwanger zu werden galt damals im erzkatholischen Irland als Schande. Die Kinder mussten für ihre pure Existenz büßen und erreichten wegen Vernachlässigung und Missachtung kaum das Schulalter. Historiker und Aktivisten verlangen seit Jahren, dass die Akten über die Mutter-Kind-Heime veröffentlicht und die Ereignisse untersucht werden.