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Islamisten im Irak weiter auf dem Vormarsch

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Islamisten im Irak weiter auf dem Vormarsch

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An mehreren Stellen im Irak sind die islamistischen Aufständischen auf dem Vormarsch.

In der Provinz Kirkuk haben sie nach Behördenangaben fünfzehn Soldaten durch Schüsse hingerichtet. Mehrere Orte in der Provinz verloren sie aber wieder an die Armee.

Dagegen kontrollieren die Islamisten offenbar die Stadt Tikrit weiter im Süden, in Richtung der Hauptstadt Bagdad.

Kämpfe gibt es auch am Rand der Stadt Samarra. Dort liegen Heiligtümer der schiitischen Moslems.

Die Aufständischen gehören dagegen zur verfeindeten Richtung des Sunnitentums.

Der bekannteste Anführer der irakischen Schiiten ruft jetzt dazu auf, Bürgerwehren
sollten die schiitischen Heiligtümer schützen.

In einem Schiitenviertel in Bagdad tötete ein Selbstmordattentäter fast zwanzig Menschen.

Die Aufständischen rückten für eine Weile auch in die kleinere Stadt Baidschi bei Tikrit ein. Dort liegt die größte Ölraffinerie des Landes. Sie zogen sich aber zurück, als die Armee dort Verstärkung bekam.

Seit dem Vortag schon halten sie nun die Millionenstadt Mossul.

Um Mossul zu befreien, will sich die Regierung mit den Sicherheitskräften der weitgehend selbständigen Kurden im Norden Iraks verbünden. Einzelheiten blieb sie aber schuldig.