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Kolumbiens Regierung erweitert Friedensgespräche

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Kolumbiens Regierung erweitert Friedensgespräche

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Kolumbiens Regierung hat nun auch Friedensgespräche mit den Rebellen der Nationalen Befreiungsarmee ELN aufgenommen. Das teilte Staatschef Juan Manuel Santos wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt mit. Seit November 2012 laufen derartige Gespräche bereits mit der größeren Rebellenorganisation FARC:
“Ein Friedensprozess unter Beteiligung von FARC und ELN ist die beste Garantie für alle Opfer und für unser Land, dass dieser Konflikt für immer beendet wird und sich niemals wiederholt,” sagte Santos.
Bei der Stichwahl am kommenden Sonntag tritt er gegen seinen ultrarechten Herausforderer Óscar Zuluaga an. In der ersten Runde war Zuluaga mit 29 Prozent der Stimmen an Santos vorbeigezogen, der auf knapp 26 Prozent kam. Zuluaga lehnt die Friedensgespräche mit den Rebellen ab. Jüngsten Umfragen zufolge liegen die beiden Kontrahenten fast gleichauf. Die FARC hatte für die Wahlen einen Waffenstillstand verkündet, um Santos zu unterstützen. In dem seit Jahrzehnten andauernde Konflikt in Kolumbien sind bislang rund 200 000 Menschen getötet worden, Millionen mussten flüchten.