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Macht Starbucks mit Steuervorteilen die dicke Knete?

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Macht Starbucks mit Steuervorteilen die dicke Knete?

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Die Europäische Kommission verdächtigt die amerikanischen Konzerne Starbucks und Apple, in den Niederlanden beziehungsweise in Irland von illegalen Steuervorteilen profitiert zu haben. Auch eine Finanzierungstochter des italienischen Fiat-Konzerns steht im Verdacht, in Luxemburg sehr niedrige Steuern gezahlt zu haben. Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sagte in Brüssel: “Es ist nicht hinzunehmen, dass internationale Unternehmen möglicherweise von Steuervorteilen profitieren, während öffentliche Haushalte knapp sind und die Bürger für die Folgen der Krise aufkommen müssen.”

Der Verdacht der Kommission richtet sich weniger gegen die Unternehmen selbst als vielmehr gegen die Länder, die Steuervorteile gewähren. Gezielte Vorteile für einzelne Unternehmen sind in der EU verboten. Mögliche Begünstigungen des Apple-Konzerns waren im vergangenen Jahr auch in den USA ein Thema, wo Konzernchef Tim Cook dem Senat in Washington Auskunft geben musste. “Untersuchungen wie diese sind ein Schritt gegen den weltweiten Versuch von Unternehmen, illegale Steuervorteile zu nutzen”, erläutert unser Korrespondent James Franey. “Sollte die Kommission herausfinden, dass die drei genannten Staaten Gesetze missachtet haben, könnten die Unternehmen zu Rückzahlungen aufgefordert werden.”