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Südkorea: Polizei sucht mit Massenaufgebot nach vermeintlichem "Sewol"-Besitzer

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Südkorea: Polizei sucht mit Massenaufgebot nach vermeintlichem "Sewol"-Besitzer

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Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Besitzer der vor acht Wochen vor Südkorea gesunkenen Fähre “Sewol” hat die Polizei das Anwesen einer religiösen Gruppe in der Nähe von Seoul untersucht. 6.000 Polizisten verschafften sich nach Angaben der regionalen Behörden Zugang zu dem weitläufigen Gelände. Sie verhafteten drei Mitglieder der evangelikalen Gemeinde. Der Gesuchte Yoo Byung-un gilt als ihr Anführer. Er soll das Unternehmen kontrollieren, dem die Unglücksfähre gehörte.

“Wir beschützen Yoo Byung-un”, stand auf den Plakaten der Anhänger – offiziell bestreitet die Gruppe jedoch, in Verbindung mit dem Milliardär zu stehen. Die Ermittler fahnden seit Wochen nach dem 74-Jährigen, der seit dem Unglück mit etwa 300 Toten als meistgesuchter Mann Südkoreas gilt. Die Fähre fuhr offenbar regelmäßig mit zu viel Fracht, am Unglückstag hatte sie laut Ermittlern doppelt so viel Ladung wie zugelassen an Bord. Mehrere Reederei-Angestellte wurden bereits verhaftet.