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HungerKing: Kunst gegen Obdachlosigkeit

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HungerKing: Kunst gegen Obdachlosigkeit

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Jani Leinonen ist ein finnischer Künstler, dessen neuestes Kunstwerk in Budapest eröffnet wurde: Hunger King. Hunger King ist sein Protest gegen die Art und Weise, wie die ungarische Regierung mit Obdachlosen umgeht.

Hunger King ist ein Schnellrestaurant, bei dem es aber nichts zu essen gibt. Die Kunden können sich in zwei Schlangen einreihen, „reich“ oder „arm“. Fast alle wählen “arm”:

“Wir stehen auf der Straße. Orbán sitzt im Parlament, aber ich will hier nicht politisieren”, mein ein Besucher.

Für die „Armen“ stecken statt eines Burgers 3.400 Forint in der Pappschachtel, 11 Euro, das ist der tägliche Mindestlohn in Ungarn.

“Ich kam wegen des Geldes, aber auch sonst gefällt mir diese Idee”, sagt eine Besucherin.

Leinonen stört sich daran, dass es in Ungarn erlaubt ist vor Luxusboutiquen Schlange zu stehen, Obdachlose aber bestraft werden, wenn sie sich im Stadtzentrum von Budapest aufhalten.

„Ich bin nicht hier, um mit dem Finger nur auf Ungarn zu zeigen. Ich halte das für ein globales Problem. Nur, in Ungarn kann man dieses Problem besonders gut wahrnehmen. Das hier würde auch in Helsinki oder Paris funktionieren“, meint Leinonen.

Hunger King hat bis zum 6. Juli geöffnet. Solange erhalten täglich die ersten 20 armen Kunden die 3.400 Forint Tagesmindestlohn. Für mehr reicht Leinonens Budget nicht.

„Was den finnischen Künstler stört, ist, dass die Menschen vor Luxusgeschäften Schlange stehen dürfen, Obdachlose aber aus der Stadtmitte Budapest vertrieben werden“, fast die euronews-Reporterin zusammen.

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