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Intel muss zahlen

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Intel muss zahlen

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Der amerikanische Chiphersteller Intel ist mit einer Klage gegen ein milliardenschweres EU-Bußgeld gescheitert. Die EU-Kommission hatte den Chip-Riesen vor fünf Jahren wegen unsauberer Methoden im Kampf gegen den Konkurrenten AMD (Advanced Micro Devices) bestraft. Das EU-Gericht bestätigte die Rekord-Geldbuße in Höhe von 1,06 Milliarden Euro und wies die Klage von Intel “in vollem Umfang” ab. Intel kann gegen das Urteil Rechtsmittel vor der nächsthöheren Instanz, dem Europäischen Gerichtshof, einlegen.

Die EU-Kommission hatte das Unternehmen seinerzeit wegen Missbrauchs einer dominanten
Marktstellung bestraft. Nach Erkenntnissen der Brüsseler Behörde hatte Intel von 2002 bis 2007 Computerhersteller mit Rabatten dazu bewegt, die Chips des Konzerns statt Prozessoren des Konkurrenten AMD zu kaufen. Intel hatte demnach den vier Computerherstellern Dell, Lenovo, HP und NEC Rabatte gewährt, wenn sie ihre Geräte mit Intel-Chips mit
sogenannter x86-Architektur ausstatteten. Außerdem habe die Firma den
Einzelhändler Media-Saturn dafür bezahlt, dass er in seinen europaweit verbreiteten Elektromärkten nur Computer mit
Intel-Prozessoren verkaufte. Die PC-Hersteller HP, Acer und Lenovo hätten zudem von Intel Geld bekommen, um den Marktstart von Produkten mit AMD-Prozessoren künstlich zu verzögern. So habe Intel den einzigen ernsthaften Wettbewerber vom Markt drängen wollen. Intel kommt bei PC-Mikroprozessoren weltweit auf ungefähr 80 Prozent Marktanteil.

Die EU-Kommission kann bei derartigen
Verstößen Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens verhängen. 2008 setzte Intel knapp 28 Milliarden Euro um.

Die damalige EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte 2009 zur Begründung: “Intel hat Millionen europäischer Verbraucher geschadet, indem es viele Jahre lang gezielt versucht hat, Wettbewerbern den Zugang zum
Computerchipmarkt zu verwehren.”

su mit Reuters, dpa