Eilmeldung

Eilmeldung

Jordanien: syrische Flüchtlinge von Wassermangel bedroht

Sie lesen gerade:

Jordanien: syrische Flüchtlinge von Wassermangel bedroht

Schriftgrösse Aa Aa

Der Zustrom syrischer Flüchtlinge nach Jordanien verschärft die humanitäre Lage in den Auffanglagern. Im Zaatari Camp nahe Amman ist vor allem das Trinkwasser knapp. Mindestens 100.000 Menschen haben hier Zuflucht gefunden, täglich kommen Hunderte mehr.

In ganz Jordanien ist Wasser Mangelware – im Hochsommer müssen die Behörden die Wasserversorgung im Norden des Landes auf eine Lieferung alle drei Woche beschränken. Umso wichtiger wird die Qualität des Wassers, so einer der Mitarbeiter: “Wenn der Tank voll ist, überprüfen wird den Chlorgehalt im Wasser. Erst dann schicken wir den Laster los.”

Allein um die Flüchtlinge in den Camps Zaatari und Arzak bis Ende des Jahres mit Wasser versorgen zu können, fehlen nach Angaben von UNICEF sieben Millionen Euro. “Es gibt hier nun mal wenig Wasser. Deshalb unterstützen UNICEF, die Vereinten Nationen und ihre Partner die Regierung beim Bohren von Brunnen und beim Bau von Pumpstationen, um möglichst viel Wasser gewinnen zu können”, so Toby Fricker von UNICEF.

Sollte die internationale Gemeinschaft das nötige Geld nicht bereitstellen, müsste UNICEF die Versorgung von mehr als 130.000 Syrern einstellen. Die Organisation warnt vor ernsthaften gesundheitlichen Folgen.