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São Paulo: Ausschreitungen bei Protesten gegen Fußball-WM

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São Paulo: Ausschreitungen bei Protesten gegen Fußball-WM

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Wenige Stunden vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeiesterschaft 2014 in Brasilien ist es in São Paulo zu schweren Ausschreitungen gekommen. Maskierte Randalierer errichteten brennende Straßenbarrikaden. Sie knickten Straßenschilder um, rissen Mülleimer aus den Halterungen und zündeten Müll auf der Straße an. Zudem bewarfen sie Polizisten mit Steinen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas- und Blendgranaten ein und schossen mit gummiummantelten Stahlgeschossen auf die Randalierer. Mehrere Personen wurden verletzt.

An der Metro-Station Carrão im Osten von São Paulos, etwa zehn Kilometer von der Corinthians Arena, in der am Abend das Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien angepfiffen werden soll, versuchte eine größere Menschenmenge zu einer großen Hauptstraße ziehen, die direkt zum Stadion führt. Bereitschaftspolizei verhinderte dies.

Auch an andern Stellen São Paulos versammelten sich WM-Gegner, vor allem Arbeiter und Studenten, auf der Straße. Ihr Protest blieb aber bislang friedlich.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in São Paulo vertreten. Staatspräsidentin Dilma Rousseff hatte erst am Mittwoch betont, dass es gegenüber Randalierern keine Rücksichtnahme geben werde.

“Wir sind ein demokratisches Land, und wir respektieren das Recht der Menschen zu demonstrieren”, sagte sie. Doch es werde nicht die “geringste Rücksichtnahme” gegenüber Randalierern geben. Die Regierung werde auch “die Sicherheit aller Touristen garantieren”.