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Türkei: Krisentreffen zur Geiselnahme im Irak - Außenminister droht mit "schwersten Konsequenzen"

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Türkei: Krisentreffen zur Geiselnahme im Irak - Außenminister droht mit "schwersten Konsequenzen"

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Nach der Geiselnahme dutzender türkischer Staatsbürger durch Extremisten im Irak sind die Nato-Botschafter zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen. Ankara habe die Verbündeten jedoch nicht um konkrete Hilfe gebeten, hieß es aus diplomatischen Kreisen. Auch Vertreter der türkischen Regierung und des Militärs trafen sich zu einer Krisensitzung. Inoffiziellen Berichten zufolge soll es Verhandlungen mit den Rebellen geben, die das Konsulat in Mossul gestürmt hatten. Eine Bestätigung dafür gab es nicht.

Der türkische Außenminister Ahmed Davutoğlu drohte mit “schwersten Konsequenzen”, sollten die Extremisten den Geiseln etwas antun. Niemand solle die Stärke der Türkei auf die Probe stellen. Das Wichtigste sei es nun, die Entführten sicher zurück in die Türkei zu bringen. Bei dem Angriff, hinter dem vermutlich die Gruppe “Islamischer Staat im Irak und Syrien” (Isis) steckt, wurden neben dem Konsul und seinen Mitarbeitern auch Kinder gefangen genommen. Zudem wurden auch etwa 30 türkische Lkw-Fahrer entführt.

Isis nahm am Dienstag die Millionenstadt Mossul ein und ist seit dem auf dem Vormarschin Richtung Bagdad. Die Umgebung der Millionenstadt ist seit langer Zeit eine Hochburg der Terroristen. Im Verlauf des Mittwochs drangen die Isis-Truppen bis Tikrit und auch bis Samara vor, rund 130 Kilometer nördlich von Bagdad. Unterwegs wurden die Regionen Ninive, Anbar und Salah ad-Din erobert.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mahnte die irakische Regierung und die internationale Gemeinschaft an, alles zur Befreiung der Diplomaten zu unternehmen. Eine solche Attacke könne unter keinen Umständen gerechtfertigt
werden.