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"Belle" - Sklaverei und Menschlichkeit nach einer wahren Geschichte

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"Belle" - Sklaverei und Menschlichkeit nach einer wahren Geschichte

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Mit dunkler Haut alleine unter Weißen, in einem völlig fremden Land – es ist England am Ende des 18. Jahrhunderts, ein England der Sklaverei.

In dieses Land bringt ein Marineoffizier seine Tochter Dido Belle, die er während seines Einsatzes in der Karibik mit einer afrikanischen Sklavin gezeugt hat.

Hier in England wächst das Mädchen bei seinem Großonkel William Murray, dem Earl of Mansfield, auf – weitgehend als Mitglied der höheren Gesellschaft – was nicht jeder vertragen kann.

Die britische Regisseurin Amma Asante stieß auf die Geschichte von Dido Belle durch ein Gemälde. Es zeigt die junge Frau zusammen mit ihrer weißhäutigen Kusine, mit der zusammen sie aufwuchs.

“Ich wusste sofort, dass dieses Bild ganz selten und einzigartig war”, sagt Asante. “Und ich sah die Möglichkeit, eine Geschichte zu erzählen rund um Politik, Rasse und Geschichte. Dieses Gemälde war für mich ein Geschenk.”

Der Großonkel, bei dem Dido Belle aufwuchs, war nicht nur das – er war als Lord Chief Justice auch der zweithöchste Richter des Landes.

In seinem bekanntesten Urteil trat er leidenschaftlich gegen die Sklaverei auf und leitete damit faktisch ihre Abschaffung in England und Wales ein.

“Diese Geschichte tut einem so gut und inspiriert einen”, sagt Hauptdarstellerin Gugu Mbatha-Raw. “Dido ist erst dieses junge, verunsicherte Mädchen, das nicht weiß, wo es hingehört. Aus ihr wird dann eine Frau, die den Mut hat, sich
durchzusetzen. Ich hoffe, für die Zuschauer wird klar, dass es in Ordnung ist, sich einfach in seiner Haut wohlzufühlen.”

In die Kinos in Österreich und der Schweiz kommt der Film “Belle” – auch “Dido
Elizabeth Belle” – Ende dieses Monats, in Deutschland startet er Mitte August.