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Erste britische Islam-Anleihe

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Erste britische Islam-Anleihe

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Großbritannien begibt in den kommenden Wochen bis zu 250 Millionen Euro fünfjährige islamische Anleihen – als erste nicht-muslimische Nation.

Das islamische Recht, die Schari’a, verbietet nach verbreiteter Interpretation die Erhebung und Auszahlung von Zinsen.

So hat zum Beispiel Sachsen-Anhalt schon im Jahr 2004 als erster europäischer Emittent sogenannte Sukuk-Anleihen ausgegeben über 100 Millionen Euro, fällig 2009.

In diesem Anleihekonstrukt wurden schuldrechtlich die Nutzungsrechte am Immobilienvermögen von Sachsen-Anhalt an eine niederländische Stiftung übertragen. Das Land erhielt dafür eine einmalige Zahlung.

Die gewohnte Rendite entsteht so: Die niederländische Stiftung vermietet das zur Nutzung übertragene Vermögen gegen jährliche Mietraten an Sachsen-Anhalt zurück, das entspricht den Zinszahlungen einer normalen Anleihe.

Großbritannien will ein Zentrum der islamischen und chinesischen Finanzwelt werden.

Bisher wird das Geschäft vor allem in Dubai und Kuala Lumpur gemacht. Die Branche wächst laut Pricewaterhousecoopers jedes Jahr um 17 Prozent und soll bis 2017 rund 2 Billionen Euro Umfang haben.

su