Eilmeldung

Eilmeldung

Festival der Gnawamusik im marokkanischen Essawira

Sie lesen gerade:

Festival der Gnawamusik im marokkanischen Essawira

Schriftgrösse Aa Aa

Das marokkanische Essawira lädt auch in diesem Jahr wieder zum Festival der Gnawamusik.

Die Gnawa sind eine Volksgruppe, deren Wurzeln in den Gebieten südlich der Sahara liegen.

Die Musiker bei dem Festival kommen aber nicht nur aus Marokko, sondern auch aus ganz anderen Ländern und Stilrichtungen.

So trat zur Eröffnung der französische Jazzgeiger Didier Lockwood auf, zusammen mit zwei einheimischen Größen der Gnawamusik.

Diese Musik hat auch für einen gewieften Musiker wie ihn ihre Tücken: “Wenn man es einmal verstanden hat, kommt man auf den Geschmack”, sagt er aber, “dann ist es wie unter Hypnose, und man will gar nicht mehr aufhören. Wenn man die Musik dann so beherrscht, dann kommt man wie in einen Rausch.”

Hassan Boussou, mit dem Lockwood hier unter anderem auftritt, ist ein Maalem, ein Meister der Gnawamusik.

Mit vierzig ist er aber immer noch ein junger Meister – auch wenn schon sein Vater ein bekannter Gnawamusiker war.

Boussou lebt in Frankreich. Dort arbeitet er mit Musikern aller möglichen Richtungen zusammen – immer auch auf der Suche nach neuen Einflüssen für die Gnawamusik.

“Die Gnawamusik ist immer offen gegenüber allen anderen Musikrichtungen der Welt”, sagt Boussou. “Sie verträgt sich mit allem und ist immer in der Lage,
sich anzupassen, zu improvisieren, etwas Neues zu schaffen.”

Das Gnawafestival von Essawira dauert noch bis Sonntag; unter anderem tritt die deutsche Sängerin Ayo auf.