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Frankreich: Bahnstreik könnte Abiturprüfungen gefährden

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Frankreich: Bahnstreik könnte Abiturprüfungen gefährden

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Es ist der heftigste Streik seit Jahren in Frankreich. Am dritten Tag in Folge haben die Gewerkschaften mit Arbeitsniederlegungen den Bahnverkehr in großen Teilen lahmgelegt.

Betroffen sind vor allem Fernverbindungen, Regionalzüge und der RER in Paris. Beobachter erwarten, dass der Ausnahmezustand noch bis Montag anhalten und damit die zentralen Abiturprüfungen gefährden könnte. Am Montag beginnt die Prüfungswoche für alle Abiturienten mit dem Fach Philosophie.

“Es ist kompliziert, wie immer bei der französischen Bahn”, kommentierte ein Fahrgast. Eine Frau fand: “Es ist inakzeptabel, es ist teuer, sie sollten damit aufhören.”

Die Arbeitnehmer demonstrieren gegen Reformpläne der Regierung im Bahnsystem. Die Bahn- und Schienennetzbetreiber SNCF und RFF sollen darin nicht wie gefordert auch operationell wieder zusammengeführt werden.

Laut Gewerkschaften gefährde die 1997 erfolgte Trennung langfristig Arbeitsplätze, führe zu erschwerten Arbeitsbedingungen und zu Kommunikationspannen – wie dem erst jüngst bekannt gewordenen Fall von 2000 Regionalzügen, die SNCF zu breit bestellte, weil der Schienenbetreiber RFF falsche Bahnsteigmaße übermittelt hatte.