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Google verhilft flüchtiger "street art" zu dauerhaftem Leben


Kultur

Google verhilft flüchtiger "street art" zu dauerhaftem Leben

Wieder einmal ist hier Google am Werk – diesmal aber nicht an einem neuen “Street View”, sondern am Projekt “Street Art”.

Der Suchmaschinenriese betreibt seit 2011 auch eine virtuelle Sammlung von Gemälden und Zeitdokumenten, in Zusammenarbeit mit vielen Museen weltweit.

Diese Sammlung wird jetzt um “street art” bereichert, Kunst im öffentlichen Raum – die nun einmal selten von Dauer ist.

Vor einem Jahr habe man mit Sao Paulo begonnen, sagt Amit Sood, Leiter des
Google-“Kulturinstituts”. Die Leute hätten gestaunt, warum sie sowas noch nie gesehen hätten – aber “street art” sei eben schwer zu finden oder werde entfernt. Hier komme nun die Technik ins Spiel.

Vorgestellt wurde das Projekt in Paris, im Palais de Tokyo, einem Zentrum für moderne Kunst.

Für die neue Ausstellung hier können Street-art-Künstler sogar einmal überdacht arbeiten – an Wänden im Museum selbst.

Durch die Arbeit mit Google wolle man die Vielfalt dieser Kunst zeigen, sagt die Galeristin Magda Danysz, die etliche Street-art-Künstler vertritt: Das gehe von den Achtzigern bis heute, wo manche ganz neue Wege gingen. So meißele
der Portugiese Vhils seine Bilder aus Wänden heraus: Er füge nichts hinzu, sondern nehme etwas weg, mit interessanten Ergebnissen.

Den Künstlern bringt das Projekt ein ganz neues Publikum.

“Street art” werde dadurch als Kunstbewegung der heutigen Generation geadelt, sagt der französische Künstler Mathieu Dufour. Das Vorhaben sei gut, um von allen gesehen zu werden.

Dass Google “street art” aufspürt und fotografiert, ist die eine Sache: Natürlich kann zu der virtuellen Sammlung auch jeder selbst Bilder beisteuern – wie unter dem Hashtag #StreetArtProject.

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