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Streit um durchlässige Grenze: Rebellen holen angeblich russische Panzer in die Ukraine

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Streit um durchlässige Grenze: Rebellen holen angeblich russische Panzer in die Ukraine

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Die Kämpfe an der Grenze zwischen der Ukraine und Russland dauern an. Gleichzeitig sorgen Berichte um russische Panzer auf ukrainischem Territorium für neue außenpolitische Spannungen.

Drei Panzer aus der Sowjetzeit sollen die Grenze südlich von Luhansk überquert haben, wo sie in Kämpfe mit Regierungstruppen verwickelt worden seien. Präsident Petro Poroschenko bezeichnete das in einem Gespräch mit Amtskollege Wladimir Putin als inakzeptabel. Das russissche Außenministerium wies die Berichte jedoch als gefälscht zurück.

Der ukrainische Außenminister Arsen Avakov bezeichnete die gemeinsame Grenze als weiterhin durchlässig: “Unserer Überwachung und Aufklärung zufolge haben in den vergangenen drei Tagen mehrere Kolonnen die Grenze an von Rebellen gehaltenen Checkpoints nahe Djakove passiert. Und das obwohl die Russische Föderation sagt, sie begrüße den Friedensprozess und habe die Grenzkontrollen verstärkt.”

Der russische Außenminister Sergei Lawrow warf Kiew unterdessen vor, nichts für eine Beendigung der Kämpfe zu tun. Lawrow sagte weiter, russische Medienberichte, wonach die ukrainischen Truppen international geächtete Brandbomben gegen Zivilisten einsetzten, gäben Anlass zur Sorge.

Unterdessen entging der Vorsitzende der selbstausgerufenen Volksrepublik Donezk offenbar erneut nur knapp dem Tod. Ein Tranporter, der dem Anführer Denis Puschlin gehören soll, explodierte am Donnerstag unter ungeklärten Umständen in Donezk. Puschlin, der selbst nicht im Wagen war, sagte, vier Personen seien verletzt worden.