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USA bereiten mögliche Reaktionen für Irak vor - Truppen werden nicht entsandt

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Die USA senden keine Truppen zur Bekämpfung der sunnitischen Islamisten in den Irak. Sie bereiten aber eine “Reihe anderer Optionen” vor, sagte US-Präsident Barack Obama vor der Abreise mit seiner Frau Michelle zu einem Indianerreservat in North Dakota.

Er werde die Möglichkeiten in den kommenden Tagen prüfen, um die irakischen Sicherheitskräfte zu unterstützen. Er wolle klar sein: Es handle sich in erster Linie nicht um eine militärische Herausforderung. Im vergangenen Jahrzehnt hätten amerikanische Truppen außergewöhnliche Anstrengungen unternommen, um den Menschen im Irak ihre eigene Zukunft zu ermöglichen. Leider seien die irakischen Führer nicht in der Lage gewesen, Misstrauen und religiöse Differenzen zu überkommen, die es dort seit langem gebe. Deshalb habe eine kurzfristige Militäraktion oder militärische Hilfe keinerlei Aussicht auf Erfolg.

Obama bekräftigte, dass trotz der schnellen Entwicklungen im Irak die Entscheidung über
ein mögliches Eingreifen der USA nicht über Nacht fiele. Jeder Schritt müsse gezielt, präzise und effektiv sein.

euronews-Korrespondent Stefan Grobe meint: “Der Kollaps der irakischen Sicherheitskräfte hat die Obama-Administration überrascht. Das Weiße Haus beansprucht, seine Militärhilfe nun schon seit einiger Zeit aufgestockt zu haben. Was kommt als Nächstes? Obama hat die Entsendung von Bodentruppen ausgeschlossen, Luftschläge werden aber immer wahrscheinlicher.”