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Erneut keine Einigung: Russland will Ukraine im Gasstreit keinen Aufschub mehr gewähren

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Erneut keine Einigung: Russland will Ukraine im Gasstreit keinen Aufschub mehr gewähren

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Im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland hat auch die neueste Runde an Krisengesprächen kein Ergebnis gebracht. Bis spät in die Nacht verhandelten beide Seiten unter Teilnahme von EU-Energiekommissars Günther
Oettinger am Samstag in Kiew.

Der ukrainische Energieminister Juri Prodan sagte am Samstagabend, die Verhandlungen seien auf Sonntag vertagt worden. Gazprom-Sprecher Sergei Kuprianow widersprach später jedoch: Es gebe weder ein Einigung, noch einen neuen Termin.

Nach zweimalilger Verlängerung der Gespräche will Moskau nun keinen weiteren Aufschub gewähren. Gazprom verlangt 1,44 Milliarden Euro für erfolgte Gaslieferungen, doch die Ukraine will zuerst die Ex-Präsident Viktor Janukowitsch gewährten Gas-Rabatte zurück. Dabei ging es um Preisunterschiede von 80 Prozent.

Inzwischen hat Russland angeboten, den zukünftig verlangten Preis auf das für Westeuropa geltende Niveau zu senken, aber nicht weiter. Ein verbessertes Gegenangebot der Ukraine lehnte Gazprom am Freitag ab.

Gazprom droht nun, von der Ukraine zukünftig Vorauszahlungen zu verlangen – und gar den Hahn zuzudrehen. Davon wäre auch Europa betroffen. Die EU bezieht etwa ein Sechstel ihres Gases über ukrainische Pipelines.