Eilmeldung

Eilmeldung

Verletzter Höhlenforscher: Retter kommen voran

Sie lesen gerade:

Verletzter Höhlenforscher: Retter kommen voran

Schriftgrösse Aa Aa

Das Rettungsteam mit dem schwer verletzten Höhlenforscher Johann Westhauser hat am Wochenende bereits einen großen Teil des Weges in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden bewältigt. Wie die bayerische Bergwacht berichtete, bewegten sich die Retter bislang weitgehend waagerecht im Berg in etwa 900 Metern Tiefe. In den kommenden Tagen geht es steil nach oben. Roland Ampenberger von der bayerischen Bergwacht erklärte: “Der Patient konnte an allen Stellen in der Trage bleiben, das heißt, der Transport war möglich und auch ein gewisses Maß an Schonung des Patienten. Er musste also nicht aussteigen. Es ist momentan so, dass drei Ärzte beim Verunglückten sind, ein deutscher Arzt, ein österreichischer Arzt und ein Arzt aus Slowenien. Die medizinische Versorgung ist – soweit das überhaupt möglich ist – sehr gut.”

Der Transport des Forschers ans Tageslicht wird voraussichtlich etwa eine Woche dauern. Westhauser hatte am Sonntag vergangener Woche in der Höhle durch Steinschlag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Die Einsatzkräfte müssen den Mann aus 1000 Metern Tiefe auf einer Trage durch die schmalen, verwinkelten und teils rutschigen Schächte bringen. Nach jeder Teilstrecke wechseln die Rettungskräfte und der behandelnde Arzt, insgesamt sind etwa 100 Retter im Einsatz. Auch am Einstieg der Höhle in 1800 Metern Höhe harrt ein Notarzt aus – für die Helfer, die unten im Einsatz sind. Denn diejenigen, die nach oft mehrtägigem Einsatz wieder ans Licht kommen, seien vollkommen erschöpft, berichtete die Bergwacht.