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Frankreichs Ministerpräsident fordert Ende des Bahnstreiks

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Frankreichs Ministerpräsident fordert Ende des Bahnstreiks

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Der französische Ministerpräsident Manuel Valls hat die streikenden Eisenbahner aufgerufen, zur Arbeit zurückzukehren. Seit 6 Tagen befinden sie sich im Ausstand, um gegen die Bahnreform der sozialistischen Regierung zu protestieren. Es ist der längste Streik in Frankreich seit langem.

“Dieser Streik ist sinnlos. Seit 18 Monaten verhandeln wir. Dieser Streik ist verantwortungslos, angesichts der Lage in der sich das Land befindet und der Abiturprüfungen. Es ist an der Zeit ihn zu beenden”, erklärte Valls.

In dieser Woche beginnen zeitgleich morgens um acht Uhr in ganz Frankreich die schriftlichen Abiturprüfungen. Wer nicht rechtzeitig erscheint, darf eigentlich nicht teilnehmen. Doch nicht nur Schüler haben wenig Verständnis für die Streikenden: “Seit sechs Tagen komme ich zu spät zur Arbeit. Mein Chef hat mich verwarnt. Ich habe ihnen gesagt, dass es am Streik liegt, aber mein Chef hat genug”, sagt ein Pendler auf dem Pariser Bahnhof St. Lazare.

Die Gewerkschaften wehren sich gegen die Bahnreform, über die die Nationalversammlung morgen debattieren will. Unter anderem sieht die Reform vor, dass die Staatsbahn SNCF und der Schienennetzbetreiber RFF unter ein gemeinsames Dach kommen. Die Gewerkschaften befürchten schlechtere Arbeitsbedingungen und die Streichung von Stellen.