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Irak: Extremisten exekutieren offenbar Hunderte Schiiten

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Irak: Extremisten exekutieren offenbar Hunderte Schiiten

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Eigenen Angaben zufolge haben die islamistischen Kämpfer im Irak Hunderte Soldaten getötet. Die sunnitische Isil-Gruppe veröffentlichte im Internet Bilder, die die Exekution von 1700 Schiiten in der Nähe der Stadt Tikrit zeigen soll. Der irakischen Armee zufolge seien die Bilder echt. Eine unabhängige Bestätigung gab es zunächst nicht.

Die Extremisten brachten unterdessen auch die zwischen Mossul und der Grenze zu Syrien gelegene Stadt Tal-Afar unter ihre Kontrolle. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Bewohner. Ziel der Isil-Gruppe ist die Errichtung eines sunnitischen Gottesstaates zwischen Mittelmeer und Persischem Golf. Sie rückt seit einer Woche von der Stadt Mossul in Richtung Bagdad vor. Die Armee eroberte eigenen Angaben zufolge Tikrit und weitere Städte zurück. Die kurdischen Gebiete um Kirkut konnten bisher von den Sicherheitskräften der autonomen Region verteidigt werden.

In Bagdad meldeten sich unterdessen zahlreiche schiitische Iraker freiwillig für den Kampf. Nach ersten Eroberungen hatten Gelehrte der Glaubensrichtung zum Widerstand aufgerufen. Die Hauptstadt wurde von einem Selbstmordanschlag erschüttert. Lokalen Medien zufolge starben mindestens zwölf Menschen. Mindestens 28 Menschen wurden verletzt.