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Irak: Zivilisten zwischen Kampfeslust und Verzweiflung

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Irak: Zivilisten zwischen Kampfeslust und Verzweiflung

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Zivilisten in Bagdad fürchten zwar einen Vorstoß der sunnitischen Extremistengruppe ISIL, doch zögern sie nicht, zu den Waffen zu greifen, um die Hauptstadt im Notfall abzuschirmen.

Die Extremisten selbst wurden inzwischen auf ihrem Marsch in Richtung Süden gehindert – doch dieser Mann will sein Land auch fernab der Hauptstadt verteidigen.

“Wir sind bereit, in Mossul, Ramadi, Tikrit, Diyala und Samarra zu kämpfen. In jeder Provinz, auch in Bagdad. Die Leute sind bereit, die Sunniten, die Schiiten, die Kurden und die Christen. Alle sind bereit.”

Nicht alle im Land unterstützen jedoch das Vorgehen gegen die Extremisten. Dieser Mann sieht in ihnen zum Beispiel seine Retter, da er nach eigenen Angaben grundlos ins Gefängnis geworfen worden war.

“Ich liebe die ISIL. Sie haben mich aus dem Gefängnis befreit. Sie haben mir alles gegeben. Die Behörden haben mich gefoltert und mich geschlagen.”

Viele haben jedoch eine andere Sicht auf die ISIL. Sie gehören zu den Hunderttausenden Irakern, die ihre Heimat verloren haben.

“Mein Haus wurde von ISIL aus der Luft und vom Boden aus bombardiert. Ich habe alles verloren. Mein Haus ist zerstört. Geld, alles ist weg.”

Nachdem die Stadt Mossul von den Kämpfern der ISIL erobert worden war, kamen viele Flüchtlinge in dieses Camp in Kalak.

“Ich glaube nicht, dass wir zurückkönnen. Der Irak ist zerstört.”

“Hoffentlich ist Gott uns gnädig.”

“Weine nicht.”