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IWF an USA: Politische Reformen, bitte

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IWF an USA: Politische Reformen, bitte

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Der Internationale Währungsfonds IWF warnt die USA: Ohne Reformen droht eine längere wirtschaftliche Durststrecke. Mehr als rund 2 Prozent Wachstum seien in den kommenden Jahren im Mittel wohl nicht drin. Das sei klar unter dem historischen Schnitt, so ein IWF-Bericht.

Und prophezeit für dieses Jahr nur noch 2 Prozent Wirtschaftswachstum – statt 2.8 Prozent wie bisher.

IWF-Chefin Christine Lagarde:

“Wir haben unsere Wachstumsprognose nach unten revidiert und das geht weitgehend zurück auf das schlechte erste Quartal. An diesem Ergebnis ist vor allem das Wetter schuld, aber nicht nur. Wir meinen, diese Verlangsamung geht vorbei und bessere Zeiten liegen vor uns.”

Die IWF-Volkswirte glauben nicht, dass der schlechte Start bis zum Jahresende aufgeholt werden kann. 2015 lege das Bruttoinlandsprodukt aber voraussichtlich um 3 Prozent zu.

Die Arbeitslosenquote soll von heute 6,3 Prozent relativ langsam auf 5,9 Prozent sinken.
Vollbeschäftigung werde nicht vor Ende 2017 erreicht.

Mittelfristig müsse die weltgrößte Volkswirtschaft aber politische Reformen in Angriff nehmen, um die Konjunktur wieder auf Trab zu bringen: Weniger Langzeitarbeitslosigkeit und die um sich greifende Armut, mehr Investitionen in Infrastruktur und Bildung und ein deutlich schlankeres Steuerrecht.

Bevor auf lange Sicht die Staatsschulden angegangen würden, seien kurzfristig mehr
Ausgaben für Konjunkturmaßnahmen notwendig.

Die Notenbank Federal Reserve (Fed) könne sich Zeit lassen mit dem Abschied von faktisch null Prozent Zins.

Und noch ein Rat an die Fed: kommende Schritte bitte ganz klar und offen kommunizieren, um Turbulenzen auf den weltweiten Aktienmärkten zu vermeiden. Selbst bei einer guten Begründung, etwa für Zinserhöhungen, drohten “starke Schwankungen” an den Börsen.

su mit dpa