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Wiedergewählter kolumbianischer Präsident punktet mit Friedensversprechen

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Wiedergewählter kolumbianischer Präsident punktet mit Friedensversprechen

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Juan Manuel Santos bleibt vier weitere Jahre kolumbianischer Präsident. Der 62-jährige Zentrumspolitiker setzte
sich am Sonntag bei der Stichwahl gegen seinen konservativen Rivalen Óscar Iván Zuluaga mit 51 Prozent der Stimmen durch. Im Wahlkampf hatte er versprochen, die Friedensgespräche mit der Farc-Guerilla zügig zum Erfolg zu führen.

“Die Botschaft von heute ist klar, und auch an die FARC und die ELN gerichtet. Das bedeuet das Ende von mehr als 50 Jahren Gewalt in unserem Land.”

Die Kolumbianer haben in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrere Verhandlungen mit der Guerilla erlebt, die alle gescheitert waren. Doch die Guerilla befindet sich an einem Tiefpunkt.

Santos geht zwar davon aus, dass es kaum möglich ist, in absehbarer Zeit ELN und Farc militärisch zu zerschlagen. Ihre relative Schwäche stärkt aber ihre Bereitschaft, mit dem Staat zu verhandeln.

Erst eine Woche vor der Stichwahl war es bei den seit 2012 in Havanna laufenden Verhandlungen zu neuen Übereinstimmungen zwischen Farc und Regierungsvertretern gekommen.

Kurz vor der Wahl gab Santos zudem bekannt, dass auch die zweitgrößte Guerilla-Gruppe ELN Verhandlungen aufnehmen wolle.