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Berufung abgelehnt: Argentinen muss Altschuldner auszahlen

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Berufung abgelehnt: Argentinen muss Altschuldner auszahlen

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Der Oberste US-Gerichtshof hat die Berufung Argentiniens gegen ein Urteil abgelehnt, das es zur Rückzahlung alter Auslandsschulden zwingt. Gläubiger, die mit den Konditionen der Umschuldung von 2005 nicht einverstanden waren, hatten auf volle Rückzahlung vor einem New Yorker Bundesgericht geklagt und Recht bekommen. Weil der Richter Argentiniens Banken gleichzeitig zwingt, zuerst die Altschulden zu bedienen, droht die Gefahr eines neuen Staatsbankrotts.

“Ich möchte den Millionen Argentiniern und den 92 Prozent der Gläubiger, die an Argentinien glauben, versichern, dass Argentinien seinen Verpflichtungen nachkommen wird. Argentinien wird nicht erneut in Verzug kommen”, erklärte Staatspräsidentin Cristina Fernández in einer Fernsehansprache nach der Gerichtsentscheidung.

Am 30. Juni werden Zinsen für Anleihen aus der Umschuldung fällig. Die US-Banken, die dieses Gelder überweisen, müssen nach dem Urteil zunächst die Altschuldner auszahlen. Acht Prozent der damaligen Schuldner hatten die erzwungene Umschuldung nicht akzeptiert. Argentinien hatte sich verpflichtet ihnen bis 2015 kein besseres Umschuldungsangebot vorzulegen.