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Strukturreformen: Wie ein Land auf Vordermann bringen?

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Strukturreformen: Wie ein Land auf Vordermann bringen?

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Warum ist es nicht leicht, Strukturreformen umzusetzen? Welche Hindernisse gibt es? In Real Economy berichten wir diese Woche aus Spanien und Portugal und sehen uns den Stand der viel diskutierten Sturkturreformen an. Sind Geduld und Beständigkeit die nötigen Zutaten, damit die Rechnung aufgeht?

Dank der Strukturreformen hat Irland den Rettungsschirm verlassen können. Spanien hat seine Finanzen auf Vordermann gebracht.
Die Patienten Zypern und Griechenland zeigen leichte Zeichen der Besserung.

Auch Portugal hat eine Serie von Reformen in die Wege geleitet. Den letzten Empfehlungen der EU-Kommission zufolge gibt es jedoch weiter Handlungsbedarf. Die Reformen des öffentlichen Sektors bergen zudem großes Konfliktpotential. Es gibt bereits Einrichtungen, in denen verschiedene Dienste unter einem Dach zusammengefasst wurden. Doch eine weiter gehende Reform, die die Entlassung zahlreicher Angestellte nach sich gezogen hätte, wurde vom Verfassungsgericht gekippt. Die Regierung muss deshalb auf anderem Weg 700 Millionen Euro auftreiben.

Spanien hat die Rezession im vergangenen Jahr hinter sich gelassen. Die Arbeitslosigkeit ist noch immer sehr hoch, aber stabil. Man erwartet, dass es sein exzessives Haushaltsloch bis 2016 in den Griff bekommen wird. Das Land sieht also von außen betrachtet besser aus. Aber die Wirklichkeit im Land ist eine andere: Es gibt weiter Probleme auf dem Arbeitsmarkt und die Armut steigt.