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Weitere Kämpfe zwischen Armee und Aufständischen im Irak

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Weitere Kämpfe zwischen Armee und Aufständischen im Irak

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In Bagdad hätten sie noch eine Rechnung zu begleichen, haben die aufständischen Islamisten im Irak angekündigt.

Fürs erste ist ihr Vormarsch auf die Hauptstadt aber zum Erliegen gekommen.

Die Lage hier ist anders als im Landesnorden, wo vor allem sunnitische Moslems leben. Sie fühlen sich von der schiitisch geprägten Regierung benachteiligt.

Hier in Bagdad ist die Lage noch ruhig. “Wir machen uns schon Sorgen”, meint ein älterer Mann aber. “Einige Fernsehsender bringen Meldungen, die die Fähigkeiten der Armee bezweifeln. Wenn solche Gerüchte gesendet werden, kann sich das negativ auswirken.”

Die Aufständischen haben inzwischen eine weitere Stadt erobert, Tal Afar im Nordwesten. Das vervollständigt das Gebiet, das sie in Syrien sowie Nord- und Westirak beherrschen.

Die Erdölraffinerie Baiji, die wichtigste des Landes, hat in der Nacht den Betrieb eingestellt. Die Stadt selber ist zumindest wohl zu Teilen in der Hand der Aufständischen, während die Raffinerie offenbar weiter von der Armee gehalten wird.

In der Stadt Bakuba nahe Bagdad hat die Armee nach eigenen Angaben die Aufständischen zurückgeschlagen. Auch im weiter entfernten Samarra, einem wichtigen Ort für Schiiten, hält sie weiter aus.

Schiitische Freiwilligenkämpfer auf dem Weg dorthin wurden aber von sunnitischen Kämpfern überfallen. Wahrscheinlich etwa dreißig von ihnen wurden getötet.

Tausende folgen aber weiterhin den Aufrufen ihrer Anführer und der Regierung, gegen die Aufständischen in den Kampf zu ziehen.