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Alstom: Wer bietet mehr?

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Alstom: Wer bietet mehr?

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Der Bieterkampf um Alstom ist voll in Fahrt. Die Pariser Staatsführung versucht mit der Macht ihres Vetorechtes aktiv, das Beste aus dem Duell zwischen dem US-Konzern General Electric (GE) und dem deutsch-japanischen Gespann Siemens/Mitsubishi Heavy Industries (MHI) herauszuholen.

Neuster Stand: General Electric bereitet nach Medienberichten (Tageszeitung “Le Figaro”) ein neues Angebot vor.

Die Amerikaner wollen demnach unter anderem akzeptieren, nur einen Teil des Stromnetzgeschäfts der Franzosen zu bekommen. Zudem sind sie angeblich bereit, ihre eigene Bahnsignaltechnik-Sparte ganz oder teilweise an Alstom abzugeben. Damit könnte die von den GE-Kaufplänen nicht betroffene Bahntechniksparte der Franzosen gestärkt werden -dazu zählt auch der Bau von Hochgeschwindigkeitszügen vom Typ TGV.

Nach einem anderen Medienbericht (“Frankfurter Allgemeine Zeitung”) lehnt Alstom das Gebot von Siemens und Mitsubishi ab.

Die Konzernführung sehe darin den Versuch einer Zerschlagung.

Bisher will GE den Franzosen ihre gesamte Energietechnik für 12,4 Milliarden Euro abkaufen. Siemens und MHI bieten insgesamt sieben Milliarden Euro für verschiedene Konzernteile. MHI will sich am gesamten Alstom-Konzern und an mehreren Sparten beteiligen und bringt dafür 3,1 Milliarden Euro ein. Siemens will allein die Gaskraftwerkssparte für 3,9 Milliarden Euro übernehmen. Die beiden Partner locken außerdem mit 1.000 neuen Stellen und 1.000 neuen Ausbildungsplätzen in Frankreich. GE hatte 1.000 neue Jobs vor Ort zugesichert.

su mit dpa, Reuters