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Flugzeugteile aus dem 3D-Drucker


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Flugzeugteile aus dem 3D-Drucker

Der Siegeszug von 3D-Druckern schreitet voran. Auch die Luftfahrtindustrie setzt mittlerweile auf die Technologie.

Im Airbus-Werk in Hamburg werden auf diese Weise Bauteile hergestellt, die gegenüber herkömmlichen Elementen so einige Vorteile haben. Eine Zeiteinsparung von bis zu 70 Prozent und um 80 Prozent geringere Kosten sprechen für diese Fertigungsweise. Airbus stattet unter anderem sein neues Großraumflugzeug A350 mit derartigen Teilen aus.

Peter Sander, der bei Airbus für Zukunftstechnologien zuständig ist, sagt: “Hier habe ich ein sehr interessantes Teil, weil es normalerweise ein Teil eines Treibstoffsystems ist: Zwei Rohre in einem – sonst aus zehn Stücken zusammengeschweißt. Mit einem 3D-Drucker können wir den Winkel des Rohres integrieren und zwei Rohre in einem fertigen. In diesem Fall haben wir eine Gewichtsreduktion, aber am interessantesten ist, dass wir auch eine Kosteneinsparung von 30 Prozent haben.”

Mit einem 3D-Drucker lassen sich am Computer erstellte Modelle aus Plastikelementen und Kunststofffäden herstellen. Der Drucker baut aus der virtuellen Vorlage dann einen greifbaren Gegenstand.

“Für die Fluglininen ist die Gewichtsreduktion der Maschinen der größte Nutzen. Indem das Gewicht verringert wird, werden auf unserer Seite nicht nur Kosten gespart, sondern wir ergründen auch Wege für geringere Treibstoffausgaben, um den Ertrag zu erhöhen und die Flugzeug effizienter zu machen”, erläutert Curtis Carson, Leiter der Abteilung Systemintegration.

Im Jahr 2016 sollen erstmals Airbus-Maschinen abheben, in denen auch mit 3D-Druckern gefertigte Teile verbaut sind. Zwei Jahre später soll dann die Massenproduktion beginnen.

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