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Kurdischer Politiker zur Situation im Irak: Peschmerga füllen Leere aus

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Kurdischer Politiker zur Situation im Irak: Peschmerga füllen Leere aus

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Im Irak halten die Kämpfe zwischen den Extremisten der ISIL-Gruppe und der von kurdischen Kämpfern unterstützten irakischen Armee an. Die kurdischen Peschmerga verteidigen seit Tagen Kirkuk gegen die sunnitischen Isil-Rebellen. Die Peschmerga nutzen das Chaos im Nordirak: Das offiziell außerhalb der Autonomen Region Kurdistan gelegene Kirkuk werde man nicht wieder hergeben, so die Kämpfer.

Unterdessen riefen die sunnitischen und schiitischen Führer des Landes die Bürger zu Einigkeit auf. Viele Sunniten fühlen sich von der Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki diskriminiert. Für die Kurden sprach Qubad Talabani, Sohn des irakischen Präsidenten. Die Peschmerga würden die Leere ausfüllen, die die irakischen Sicherheitskräfte hinterlassen hätten. “Wir führen mit keiner Gruppe offiziell Gespräche”, so Talabani. “Wir erfüllen unsere Pflicht, unser Volk zu beschützen. Der Konflikt bewegt sich von Kurdistan weg. Das Ziel scheint Badgad zu sein.”

Die Kämpfe zwingen immer mehr Menschen dazu, ihre Wohnorte zu verlassen. Bewohner der von ISIL beherrschten Stadt Tal Afar brachten sich in den kurdischen Gebieten in Sicherheit. Insgesamt sollen 1,2 Millionen Menschen auf der Flucht sein. Helfer warnen vor einer humanitären Katastrophe.