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Ostukraine: Granaten töten zwei russische TV-Reporter

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Ostukraine: Granaten töten zwei russische TV-Reporter

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In einer Klinik in Luhansk im Osten der Ukraine ist ein russischer Journalist an seinen Verletzungen gestorben, so Chefarzt Fjodor Soljanik. Der 37-jährige Igor Kornieljuk hatte sich an einer Straßensperre von Aufständischen aufgehalten, als
eine Granate einschlug.

Bei der Explosion wurde auch ein zweiter
Mitarbeiter des russischen Staatsfernsehens Rossija 24 getötet – der Tontechniker Anton Woloschin, wie der Sender bestätigte.

Der Kameramann des Teams, Viktor Denisow, blieb unverletzt und filmte des Angriff. Er habe gemeinsam mit Kornieljuk unmittelbar vor dem Granatenangriff ukrainische Flüchtlinge aufgenommen.

Der Taxi Fahrer, der den russischen TV-Korrespondenten, einen gebürtigen Ukrainer, und seine Crew gefahren hatte:

“Sie standen da und es gab einen lauten Pfeifton, zwei Mörserfeuer, und mitten zwischen all den Menschen einen grellen Blitz.”

In das Luhansker Krankenhaus wurden nach dem Granattreffer insgesamt sieben Verwundete eingeliefert.

Die russische Regierung zeigte sich empört. Ministerpräsident Dmitri Medwedew forderte, die ukrainische Regierung müsse zur Verantwortung gezogen werden.

Der Vorfall müsse aufgeklärt werden, forderte Kremlchef Wladimir Putin bei einem Telefonat mit seinem ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko.

Die russische Ermittlungsbehörde kündigte an, Untersuchungen zu dem Vorfall anzustellen.

Der ukrainische Außenminister Andrej Deschtschiza bedauerte den Tod der
Reporter, der wohl von Sicherheitskräften verursacht worden war.

su mit dpa