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Architektur-Biennale: Zurück in die Zukunft!

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Architektur-Biennale: Zurück in die Zukunft!

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Zum 14. Mal präsentiert Venedig die Architektur-Biennale unter dem Titel "Fundamentals". Die Schau wurde vom niederländischen Architekten Rem Koolhaas kuratiert, der den 65 teilnehmenden Ländern ein gemeinsames Leitthema vorgab: “Absorbing Modernity 1914-2014”. Ein Rückblick auf die Moderne, bestätigt die Kuratorin des Pavillons der Vereinigten Arabischen Emirate, Michele Bambling.

“Aktuelle Gebäude, die heute gebaut werden, unterscheiden sich deutlich von der modernen Architektur, mir der wir uns befassen. Es herrscht eine große Begeisterung. Die Menschen wollen auf der globalen Bühne mitmischen, daran teilhaben. Andere Menschen wiederum, manchmal sind es dieselben, halten es für wichtig, das moderne Erbe und die Tradition im Auge zu behalten. Beide können durchaus nebeneinander existieren.”

Bahrain wirft einen globalen Blick auf die Entwicklung der modernen Architektur und bringt diese mit wichtigen weltpolitischen Ereignissen in Zusammenhang. Der libanesische Architekt Bernard Khoury ist verantwortlich für die Installation.

“Viele moderne Architekturprojekte in der Golfregion wurden von internationalen Programmen oder vom Staat selber unterstützt. Mit dem Verschwinden der staatlichen Struktur ist eine andere Form von Modernität entstanden, die alles andere, als modern ist. Es ist ein gefährlicher Import aus dem angelsächsischen Raum, kein landeseigenes Produkt, sondern vom privaten Sektor finanziert.”

“Moskva: urban space” heißt der Beitrag der Stadt Moskau, ebenfalls eine Bestandsaufnahme mit Ausblick auf künftige urbane Perspektiven: die digitale Verknüpfung im öffentlichen Raum.

Der Goldene Löwe für den besten Länderbeitrag ing an den koreanischen Pavillon von Minsuk Cho, der die Architekturentwicklung in Nord- und Südkorea vergleicht.

Die Biennale in Venedig geht bis zum 23. November.