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Beispiellose Rettung aus der bayerischen Riesendinghöhle geglückt

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Beispiellose Rettung aus der bayerischen Riesendinghöhle geglückt

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Die beispiellose Rettung aus der bayerischen Riesendinghöhle ist geglückt: Die Helfer haben mit dem schwer verletzten Höhlenforscher die Oberfläche auf dem Untersberg bei Berchtesgaden erreicht.

Dort kümmerten sich Ärzte um ihn, in einer auf 1800 Meter Höhe eigens aufgebauten Notfallstation. Ein Hubschrauber brachte ihn dann ins Krankenhaus.

Die Helfer sind erleichtert – und auch stolz: “In den vergangenen zwölf Tagen”, sagt Norbert Heiland von der Bergwacht Bayern, “ist hier am Untersberg ein Kapitel alpiner Rettungsgeschichte geschrieben worden.”

Der 52-jährige Forscher, Entdecker und einer der besten Kenner der Höhle, war vorletztes Wochenende abgestiegen.

In tausend Meter Tiefe traf ihn aber ein Steinschlag; er wurde trotz Helms am Kopf schwer verletzt.

An seiner aufwendigen Rettung waren Helfer aus mehreren Ländern beteiligt, wie der Schweiz und Österreich.

Ganz zum Schluss musste die Trage mit dem Mann noch einmal fast zweihundert Meter am Stück durch einen engen, verwinkelten Schacht nach oben gezogen werden – ohne Pause, nur mit Muskelkraft.

Eine “Mammutaufgabe” nannte Einsatzleiter Klemens Reindl die Rettung. 202 Helfer seien allein in der Höhle im Einsatz gewesen.

“Die haben dort geschuftet, die haben dort Höchstleistungen gebracht. Die Besten der Höhlenrettung in Europa waren hier versammelt”, betonte Reindl.

Insgesamt seien 728 Rettungskräfte im Einsatz gewesen.